Aua! Aua! Aua!

Aua!

10.11.2017  |  Der Bergdoktor.

Mich hat’s schon ein paarmal fast erwischt. Glück gehabt. Und danach den gleichen Fehler nicht wieder machen. Dies soll keine Anleitung zum Nachmachen sein, sondern ein Teilen von Erfahrungen. Wertvoll war für mich auch schon das wundervolle und verstörende Buch: Sicherheit und Risiko in Fels und Eis.

Gift

Die Schwellung ging nach zwei Tagen wieder zurück.

Kreuzotter, Jungtier, mit melanistischer Färbung, Höllenotter genannt, im Alpenraum auch Bergviper.

Einmal anfassen… Nix da. Neurotoxine, Hämorrhagine, Hämolysine, Thrombine und Zytolysine. Schmerzen waren stechend, aber auszuhalten. Als Guide während einer Tour besonders peinlich. Arm ruhig halten. Den Tag beenden, Gäste in die Hütte schicken und ab geht’s ins Krankenhaus. Drei Stunden warten. Nach insgesamt acht Stunden ab Biss gab es kein Antivenin mehr. Cortison Spritze und Schmerzmittel. Antibiotika und Antihistaminika habe ich nicht genommen. Einen Monat später sind immer noch Sehnen im Arm verkürzt bzw. vernarbt.

Sonnenbrand

Immer genug Sonnencreme mitnehmen!

Immer genug Sonnencreme mitnehmen!

Kilimanjaro. Nicht nur Knall-Sonne. Die Wassertropfen in Wolken und Nebel brechen die UV-Strahlen (Dispersion) und können so, ähnlich wie Schnee, zu tollen Sonnenbränden führen. Besonders unangenehm, weil die Gäste mitbekommen haben, dass mir die Sonnencreme ausgegangen ist. Sonnencreme ist im Ausland oft nicht gut, dafür aber schön teuer. Natürlich nicht so schlimm, aber sehr schmerzhaft.Ich hatte dann 2014 meine erste OP am Hals. Ein Basaliom. Kurz vor zu nah an der Halsschlagader.

Stürze

Wenn man im Dunkeln ohne Lampe geht, fällt man schon mal vier Meter nach unten in den Vulkan rein.

Wenn man im Dunkeln ohne Lampe geht, fällt man schon mal vier Meter nach unten in den Vulkan rein.

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Noch schnell auf den Teide rauf. Die Hütte sagt ab, aber erst, als wir schon im Bus sitzen. Eine Schutzhütte, auf der man die Betten reservieren muß? Kenne ich nicht. Gibt’s nicht. Wir kommen an, man will uns wegscheuchen. Uns so gehen wir in der Nacht noch hoch, da wir hier anscheinend nicht übernachten können. Ich habe die einzige Stirnlampe, die ich an Basti abtrete. Am Gipfel ist es dann so dunkel, dass eine Leuchte anscheinend nicht ausreicht. Trotz der Absperrungen falle ich in die Caldera. Ungefähr vier Meter. Ich habe genug Zeit um zu denken: „Wenn das jetzt länger dauert…“ – Basti bekommt einen Riesen-Schreck. Also mit der offenen Seite den ganzen Mist im Dunkeln wieder runter. Wieder was gelernt. Zur Strafe werde ich von der Nachtschwester genäht. Muchas gracias Cruz Roja!

Kälte

22.08.2017 | Pik Lenin | Kirgistan | 7134 m

Schuhe warm genug kaufen lohnt sich.

Ich bin sehr kälteempfindlich, habe ich festgestellt. Und es wird immer schlimmer. Der Körper scheint einen Memory Effekt zu besitzen, er merkt sich Unterkühlungen und reagiert bei einem erneuten Reiz mit früher geschickten Schmerzen. Ich habe daraus gelernt. Zumindest teilweise. Wolle, alles doppelt. Aber die 6000er Schuhe waren für 7000 m zu kalt. Wir haben versucht mit Alufolie nachzubessern.

Höhe

Gefahren – Höhe

Das ist nicht mehr ok.

Selbstüberschätzung

Gefahren – Selbstüberschätzung

Wenn man zu blöd ist, sollte man es lassen.

Gefahren – Selbstüberschätzung

Gefahren – Selbstüberschätzung

Als Hüftluxation wird eine Fehlstellung des Hüftgelenks, bei welcher sich der Gelenkkopf außerhalb der Gelenkpfanne befindet, bezeichnet. Eine Hüftgelenksluxation kann entweder angeboren oder traumatisch bedingt sein.

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Von |November 10th, 2017|Allgemein, Gefahren, Klettern, Tour|0 Kommentare

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