Berlin | Erhebung der Arkenberge | 120,7 m

Berlin

Erhebung der Arkenberge  |  120,7 m

In Berlin gibt es drei höchste Berge: Den großen Müggelberg. Er ist der höchste natürliche. Bis 2015 war der aufgeschüttete Teufelsberg der höchste, auf dem die Amerikaner nach dem Krieg eine Flugüberwachungs- und Abhörstation bauten. Die ist aber seit 1999 nicht mehr in Betrieb und so holt sich die Natur zurück, was ihr gehört. Der neue höchste Berg ist eine Bauschuttdeponie im Norden Berlins: Die Arkenberge. Eine wunderschöne, fast terrassierte Anlage, die irgendwann einmal vielleicht natürlich aussehen wird. Vielleicht. In 100 Jahren. Oder in 200. Im Moment ist es noch verboten sie zu betreten. Ich verstecke meine Maschine in den Büschen einer Kleingartenanlage und zwänge mich durch den Baustellenzaun. Oben ist alles recht dürftig. Auch die Begrünung, die von der Schafsherde gefressen wird. Drei riesige, unmotivierte Legoblöcke aus Beton. Ein Stein mit Inschrift informiert über Höhe und Art der soeben betretenen Örtlichkeit. Aha. Schnell wieder runter, im Süden ziehen schwarze Wolken auf. Ich verbringe ein nettes Stündchen mit dem Feierabendverkehr.

Jetzt fehlt eigentlich noch der Müggelberg. Dort komme ich auch an. Zumindest auf dem Parkplatz, wo ich aber direkt umkehre, ohne den höchsten Punkt erreicht zu haben. Das wäre zwar nicht mehr weit gewesen – aber sehr nass geworden. Es fäng an zu regnen. Und zwar richtig. Ich bin irgendwann wirklich nass. Nein. Nicht einfach nur nass: Ich schwimme in meinen leichten Stoffturnschuhen und irgendwann ist selbst das egal. Niederschlag Berlin Tegel: 196,9 l/m². Auf der Fahrt zurück wollte ich noch den Kutschenberg machen. Ich breche aber ab. Auf der Autobahn muss ich durch tiefe Furten fahren, alle fahren zu schnell, alle bremsen zu schnell – ich habe Angst zu stürzen, nicht gesehen zu werden und fahre ganz rechts zwischen zwei LKW. Es wird dunkel und irgendwann stehe ich in einer Autobahnraststätte und die nette Dame am Grill starrt mich verständnislos an, während ich um eine warme Dusche bitte. Auch noch nie gemacht. Geht aber gut. Hmm. Haartrockner als Wäschetrockner. Meine Satteltasche war nicht 100% wasserdicht und mein Schlafsack ist nass geworden. Ich schlafe nicht im Zelt.

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Von |Oktober 28th, 2017|Allgemein, Berge, Tour, Tourismus|0 Kommentare

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